Samstag, 29. August 2015

Trend: Mitarbeiter beurteilen Kollegen - Und dann?


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Mitarbeiter sollen ihre Kollegen laufend beurteilen. 

Welchen Nutzen erwarten sich die Unternehmen dadurch? 

Wie überprüfen Führungskräfte, ohne massiven Zeitaufwand, welche Beurteilungen den Tatsachen entsprechen, dem Unternehmen hilfreich sein können, aber vor allem welche Beurteilungen unter Mobbing eingestuft werden müssen?  

Was passiert mit dem Wust an Beurteilungen? Dasselbe wie mit den Ergebnissen der Mitarbeitergespräche? Lochen und ab in einen Ordner, weil für die Beurteilung und Auswertung der Angaben, wie auch allfällig notwendigen Richtungsänderungen die Führungskräften gar keine Zeit haben? 

So habe ich es zumindest immer erlebt. 

Wenn Mitarbeiter ihre Kollegen beurteilen sollen, kann der Grund für diese neue Ausrichtung doch nur jener sein, dass die Führungskräfte zu einem großen Teil nicht mehr in der Lage dazu sind. 

Wäre es nicht klüger, den Führungskräften wieder jenen Raum zu schaffen, der notwendig dazu ist, seine Mitarbeiter erfolgreich (an-)leiten zu können, als sich der Gefahr auszuliefern, sich auch noch gut funktionierende Teams durch einen einzigen "faulen Apfel" zerstören zu lassen?