Donnerstag, 14. August 2014

Die Erfolgsquote von Neugründern als EinzelunternehmerInnen in Österreich

Die Art und Weise, wie sich Ex-WKÖ-Vizepräsident Fritz Amann über die Einzelunternehmer geäußert hat, war sicherlich nicht in Ordnung, aber inhaltlich hatte er Recht, wie diese nackten Zahlen im Artikel "Ein Drittel lebt nicht lange" 


Dass die WKÖ aus Eigeninteresse (Zwangsmitgliedsbeiträge) diese Zahlen ignoriert, ist verständlich. Doch schädigt sie durch ihre Forcierung und viel zu leichte Zulassung von Neugründern, alle anderen hart kämpfenden Einzelunternehmen am Markt. Da reicht es nicht aus, quartalsmässig über die Presse ein Hochlied mit dem Titel "Die Stütze unserer Wirtschaft" von sich zu geben.

Als UnternehmerIn sollte man die SVA- und Steuerkonditionen berechnen, zumindest die diesbezüglichen Erklärungen des Steuerberaters oder Bilanzbuchhalters verstehen können. Aus eigenen Erfahrungen und aus vielen Gesprächen mit den entsprechenden Experten, ist leider zu einem großen Teil das Gegenteil der Fall.

Eine reale Budgetierung, Preiskalkulation und somit die finanzielle Sicherstellung des eigenen Überlebens, kann nur unter Berücksichtigung dieser beiden großen Belastungsposten erfolgen. Ansonsten droht für viele die Gefahr, als Sozialfall enden zu müssen.

Diesbezüglich sollte die WKÖ dringend darüber nachdenken, entsprechende Schulungen, aber vor allem Prüfungen einzuführen, um ihre überlebenden EinzelunternehmerInnen zu unterstützen, damit auch ihre hart erarbeiteten Pensionen gesichert werden können.